Vision

Am 10. September 2015 hat die Gläubigerversammlung dem schuldenfreien Erwerb des Schlosses durch den Trägerverein „Siebenbürgisches Kulturzentrum ‚Schloss Horneck’ e.V.“ zugestimmt. Das notwendige Kapital stammte aus Spenden des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. und seiner Untergliederungen, von siebenbürgischen Einrichtungen wie dem Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen e.V., der Michael-Schmidt-Stiftung, dem Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V., dem Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrat e.V., von Einzelpersonen wie Hans Tekeser und von privaten Förderern, darunter auch Nicht-Siebenbürgern.

Eine Konzeption des Siebenbürgischen Kulturzentrums „Schloss Horneck“ steht vor der keineswegs einfachen Aufgabe, auf der einen Seite eine Heimstätte für die genannten Kultureinrichtungen zu bieten, auf der anderen Seite aber das Projekt so finanziell abzusichern, dass es eine sichere Zukunft hat. Hier müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die sich anbieten! Die Kultureinrichtungen selbst müssen angemessene Mieten regelmäßig bezahlen können. Spenden und ehrenamtliches Engagement bleiben weiterhin wichtige Grundlagen künftiger Arbeit.
Schloss Horneck soll als Ort der Begegnung und Identifikation nicht nur deutschlandweit für die Siebenbürger Sachsen da sein, den Gliederungen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, den Heimatortsgemeinschaften und der siebenbürgisch-sächsischen Jugend Raum für ihre Veranstaltungen zu günstigen Mietbedingungen bieten, desgleichen Klassen- und Familientreffen beherbergen können und vieles mehr. Schloss Horneck, heute schon weit bekannt als ein Ort der internationalen Begegnung von Wissenschaftlern und Kulturschaffenden, soll noch stärker durch Tagungen, Ausstellungen, Workshops, Seminare und vieles mehr für den grenzüberschreitenden Kulturaustausch insbesondere zwischen Deutschland, Rumänien, Ungarn, Österreich und anderen Ländern wirken. Ein Kunstpreis „Schloss Horneck“ soll bildende Künstler und Literaturschaffende von nah und fern anlocken. Diese könnten eine gewisse Zeit im Schloss wohnen und dieses umgekehrt durch hier geschaffene (oder begonnene) Werke bekannt machen. Selbstverständlich könnten diese Werke auch vor Ort ausgestellt oder präsentiert werden. Vortragsveranstaltungen, Lesungen, Konzerte (im Festsaal und im Schlossgraben), Ausstellungen sollen das Angebot ergänzen, wobei nicht allein an siebenbürgisch-sächsische Künstler, Dichter, Schriftsteller und Wissenschaftler gedacht wird! Denn Schloss Horneck will und muss sich stärker in der Stadt Gundelsheim und in der Region verankern! Es ist ja nicht nur in sechs Jahrzehnten zur „Sachsenburg am Neckar“ geworden, es ist seit Jahrhunderten ein Wahrzeichen der Stadt und des Neckarraumes, eine wichtige Deutschordensburg und ein Renaissance-Baudenkmal von baden-württembergischer wie bundesdeutscher Bedeutung. Die Kulturangebote müssen in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Verbänden der Stadt und der Region möglichst breit gestreut werden.
Natürlich wird auch an andere Möglichkeiten gedacht, Einnahmen für Schloss Horneck zu generieren: Unternehmen können den Festsaal nutzen, um hier Veranstaltungen durchzuführen, Trauungen können auch in Zukunft hier stattfinden und auch gefeiert werden, die Verpachtung von Räumlichkeiten für die Gastronomie, insbesondere an ein Schlosscafé, für Weinverkostungen oder für die Präsentation von Produkten. Eine enge Zusammenarbeit ist zudem mit dem Pflegestift vorgesehen, das der diakonische Verband „Dienste für Menschen“ nunmehr besitzt und betreibt.