Stimmen zur Bedeutung von Schloss Horneck

Was Schloss Horneck heute mit seinen früheren und jetzigen Einrichtungen und dem geplanten Kultur- und Begegnungszentrums für die Siebenbürger Sachsen, Freunde ihrer Kultur und für Bewohner aus Gundelsheim bedeutet, haben wir hier in stellvertretenden Stimmen festgehalten.

 

 

Alexander Throm, MdB - Mitglied der Gruppe der Vertrieben, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

„Die Deutschordensburg Schloss Horneck ist ein beeindruckender Zeitzeuge für die Aktivitäten des Deutschen Ordens im 14. und 15. Jahrhundert in unserer Heimat und - direkt am Neckar gelegen - Anziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt. Als Mitglied der Gruppe der Vertrieben, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion freut es mich ganz besonders, dass die Schlossanlage heute das Siebenbürgische Kultur- und Begegnungszentrum mit Museum, Bibliothek und Veranstaltungsräumlichkeiten beheimatet. Der Sitz der zentralen Kultureinrichtungen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland ist Schloss Horneck und ich bedanke mich herzlich, dass Sie mit Ihrem Einsatz neben der Unterstützung der kulturellen und sozialen Belange der Siebenbürger Sachsen auch eine große Bereicherung für das gesellschaftliche Leben in der Region sind!“  

Heike Schokatz, 44 Jahre, Bürgermeisterin von Gundelsheim:

„Schloss Horneck als zweitgrößtes Schloss am Neckar ist nicht nur das Wahrzeichen unserer Stadt, sondern ein Anziehungspunkt für Besucher und Gäste aus nah und fern. Es freut uns auch, dass Siebenbürger Sachsen aus Augsburg und Heilbronn am 1. Adventswochenende beim Weihnachtsmarkt in der Altstadt teilgenommen haben und uns mit Musik und Tänzen aus Siebenbürgen erfreut haben. Das Schloss bietet einen hervorragenden Rahmen für Veranstaltungen, Hochzeiten, Feste und Events aller Art. Während dem Weihnachtsmarkt stellt z.B. die Gundelsheimer Kunstgruppe ihre Werke unter dem Motto „Kunst im Schloss – Impressionen 2017“ im Schloss aus. Auch in Zukunft wird Schloss Horneck ein wichtiger Ort der Begegnung in unserer Stadt sein.“

Dr. Axel Froese, 55 Jahre, Unternehmensberater, Inhaber der „Froese Asset Management GmbH“, Gießen/München:

„Als Nachkomme von Vertriebenen aus Westpreußen habe ich erst durch die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte begriffen, welch ein großer Reichtum es ist, einen zentralen Ort des Erinnerns und der Begegnung zu haben. Es ist die Begegnung und Erinnerung, die Geschichte lebendig und begreifbar macht und ihr eine Zukunft gibt. Aus dieser Erkenntnis heraus, bin ich der großen Überzeugung, dass der Umbau von Schloss Horneck zum Kultur- und Begegnungszentrum nicht nur für die jetzige Generation der Siebenbürger Sachsen, sondern auch für die künftigen Generationen von herausragender Bedeutung ist – als Ort des Entdeckens und Erlebens.“

Jürgen aus Siebenbürgen, Hans Jürgen Dörr, 34 Jahre, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Mediasch/Bad Wimpfen:

„Ich schaue aus meinem Fenster direkt auf Schloss Horneck und bin hier in der Umgebung aufgewachsen. Habe schon einige Male in dem Burggraben Benefizkonzerte gespielt, einmal mit der „Amazonas“ Band, mehrere Male hier im ehemaligen Altenheim gesungen, oder bin mit dem Karpaten Orchester Heilbronn hier im Festsaal aufgetreten. Ich bin überzeugter Siebenbürger Sachse und stehe zur siebenbürgischen Kultur, finde mich genauso gut hier in Deutschland zurecht. 

Ich finde ein Begegnungszentrum hier im Schloss sehr gut, aber als Begegnungszentrum, das nicht nur  in die Vergangenheit blickt, sondern auch der Jugend zeitgerechte Angebote macht oder sie mit einbindet und sich auch in Deutschland für deutsche Bürger öffnet. Das Kulturzentrum muss sich öffnen und darf nicht nur sächsisch bleiben. Kultur muss sich mit dem Zeitgeist der Jugend verändern um zu überleben, Kultur muss lebendig bleiben und junge Ideen zulassen. Ich möchte nicht, dass das Kulturzentrum eine Momentaufnahme einer vergangenen Zeit wird und da stehen bleibt. Das ist verstaubt und verschreckt die jungen Leute. Man muss Veränderungen zulassen und dem Neuen auch eine Chance geben. 

Ich möchte gerne in Zukunft ein „unplugged“ Konzert  in dem schönen Festsaal spielen, mit traditionellen sächsischen Liedern, die ich noch von meiner Großmutter kenne, aber auch mit meinen eigenen zeitgemäßen Liedern oder modernen Hits. Ich möchte gerne alte Traditionen neu interpretieren oder es zulassen dass sich neue Traditionen entwickeln. Werde dann auch in meinen Kreisen Werbung machen.“ 

Renate Fleischer, 82 Jahre, Puppenbildnerin, Hermannstadt/Gilching:

„Die Siebenbürgischen Einrichtungen sind alle mit sehr viel Herzblut, Mühe, großem Idealismus, Entbehrungen und vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden entstanden. Ich habe mit Rolf Schuller und einigen Studenten 1 Jahr lang 1980-1981 bis zur Eröffnung des Museums auf Schloss Horneck mitgearbeitet, dies ehrenamtlich für Kost und Logie. Habe oft beinahe rund um die Uhr Keramik restauriert, Puppen in Tracht hergerichtet, gestaltet, mitgeholfen, wo gerade Not am Mann war. Es war damals unser größter Wunsch, Schloss Horneck als  kulturellen Mittelpunkt der Siebenbürger Sachsen zu schaffen, der für immer bestehen sollte. Deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass Schloss Horneck als Kulturzentrum mit allen Einrichtungen auch in Zukunft wichtig ist.“

Lucian Binder-Catana, 53 Jahre, Kommunikationsdesign, Inhaber der "Hyperscreen GmbH" Vohburg:

„Ich sehe eine Riesenchance für die Siebenbürger Sachsen jetzt auf Schloss Horneck einen Haupttreffpunkt für die gesamte Siebenbürger Sachsen Gemeinschaft einzurichten. Nicht jede Gemeinschaft hat das große Glück, überhaupt so eine Möglichkeit zu haben. Dies auch noch in einem historischen Gebäude, das so vielfältige Nutzungen bietet. Deswegen sollte man jetzt gemeinsam diese Chance nutzen und etwas Einzigartiges daraus machen." 

Sunny Copony, 58 Jahre, IT-Architektin, IBM, Kronstadt/Egling an der Paar:

„Für mich ist Schloß Horneck wichtig, weil meine Oma dort ihre letzten, aber sehr guten Jahre erlebt hat. Sie hat ganz begeistert vom Wiedersehen mit ihren Jugendfreundinnen und den vielen kulturellen Abenden erzählt, den Konzerten, Lesungen und der Bibliothek. Auch wenn es das Altenheim, wie es meine Oma so geschätzt hat, nicht mehr gibt, hoffe ich sehr, dass das Siebenbürgische Institut langfristig bestehen bleibt. Die historischen Schriften der Siebenbürger Sachsen und unsere Kulturschätze, wie Werke von Grete Csaki-Copony, Mattis-Teutsch oder  Hans Hermann sollen hier dauerhaft einen würdevollen Platz erhalten. Darum werde ich auch weiterhin Schloss Horneck unterstützen!“

Hans Königes, 59 Jahre, Redakteur der "Computerwoche", Zeiden/München:

„Mein Engagement für das Siebenbürgisch-Sächsische verdanke ich vor allem meinem Onkel Balduin Herter, der zu den Gründern des „sächsischen“ Schlosses Horneck gehört. Er hat sich bis zu seinem letzten Tag für die Erhaltung der siebenbürgisch-sächsisch kulturellen Einrichtungen eingesetzt, in erster Linie natürlich in Gundelsheim, wo er auch Jahrzehnte tätig war. Als junger Student Anfang der 80er Jahre durfte ich auch in der Bibliothek aushelfen. Es war sein großes Anliegen, junge Menschen für unsere Kultur und Geschichte zu begeistern und möglichst viele Menschen auf Schloss Horneck zu bringen. Dieses Vermächtnis gilt es weiterzugeben.“

Paul Diehl, 30 Jahre, geb. München, Landschaftsplaner, Leiter des Projekts „Churchfortress e.V.“ in Hundertbücheln, Rumänien:

„Ich kenne Schloss Horneck und habe selber dort im Archiv gewühlt und einiges über Hundertbücheln/Movile gefunden, wo ich ein ein Projekt mit Münchner Studenten leite. Die Bibliothek und das Archiv in Gundelsheim sind wichtige Einrichtungen für alle, die sich mit Siebenbürgen und der Siebenbürgisch-Sächsischen Kultur befassen. Für die Siebenbürger Sachsen selbst und deren Familien sicherlich noch mehr, als für jemanden wie mich, der keine Wurzeln in Siebenbürgen hat. Eine zentrale Anlaufstelle, an welcher das Wissen über die Kultur und die Lebensweise in Rumänien gesammelt wird und zugänglich ist, stellt einen großen Schatz dar. Ich denke auch, dass es sinnvoll ist diese Einrichtung in Deutschland (statt in Rumänien) zu unterhalten, da der Anteil der Siebenbürger Sachsen in Rumänien nach wie vor geringer wird.“

Oliver Sill, 34 Jahre, Unternehmensberater, PwC , Ravensburg/Zürich, Eltern aus Heltau:

„Das Schloss mit seiner Bibliothek ist ein geschützter Ort für siebenbürgische Kulturgeschichte. Damit sichert das Kulturzentrum den Fortbestand der wichtigsten literarischen und künstlerischen Werke. Diese umfassende Dokumentation ermöglicht es allen Nachfahren sich mit Ihren kulturellen Wurzeln zu verbinden - damit wird Siebenbürgen, wie es zu seiner Blütezeit existierte, wieder „erfahrbar“.

Anette Königes, 55 Jahre, Stadtführerin, Zeiden/München:

„Schloss Horneck muss noch mehr die geistig- kulturelle und auch emotionale Heimat der Siebenbürger Sachsen in Deutschland werden.“

Christa Wandschneider, 63 Jahre, Sekretärin, LMU, Großpold/München:

„Gundelsheim bedeutet für mich Heimat unseres geistigen und kulturellen Erbes. Es gilt den Ort hierfür zu gestalten und mit Leben zu füllen. Nur so können wir sowohl für unsere Nachkommen, als auch für alle an Siebenbürgen interessierten Menschen, einen Ort sichern, wo sie dieses finden.“

Ute von Hochmeister, 61 Jahre, Biochemikerin LMU, Kronstadt/München:

„Das Schloss und die Burg des Deutsch-Ritterordens passen hervorragend zur Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgens. Deswegen ist Schloss Horneck für uns als Identitätsort außerhalb Siebenbürgens einmalig und unbedingt erhaltenswürdig. Das Kulturzentrum stellt eine gelungene Symbiose zwischen dem Archiv, mit seinen wertvollen Sammlungen zu unserer Geschichte, der Bibliothek und dem Museum, mit seinen anschaulichen Exponaten und Informationen, dar. Ich wünsche mir, dass es ein weltweit offenes siebenbürgisches Begegnungszentrum wird.“

Wolfgang Schneiderhan, 66 Jahre, Elektromeister in Rente, geb. und lebt in Gundelsheim:

„ Am 1. April 1965 begann ich als 14jähriger Lehrling im Schloss meine Arbeitslaufbahn. Seither habe ich 52 Jahre immer wieder im Schloss gearbeitet. Ich bin sozusagen mit Schloss Horneck und mit den Siebenbürger Sachsen aufgewachsen. Ich kenne das Schloss wie meine Westentasche und die Siebenbürger Sachsen gehören für mich dazu. Ich habe alle Höhen und Tiefen auf Horneck miterlebt. Die Insolvenz des Schlosses ist mir sehr, sehr nahe gegangen. Ich wünsche mir natürlich sehr, dass das Schloss ein Kulturzentrum der Siebenbürger Sachsen wird und komme sehr gerne weiter her als Elektromeister und vor allem als Freund. Ich bin jetzt Rentner und im Gemeinderat und werde mich hier in Gundelsheim für Schloss Horneck und das Kulturzentrum einsetzen. Für mich ist Schloss Horneck meine Heimat, mit seiner eigenen deutschen Geschichte und den vielen siebenbürgischen Geschichten.“

Dr. Hans Günter Zerwes, 60 Jahre, Biochemiker, Novartis Pharma Forschung Basel, Hermannstadt/Lörrach:

„Ich glaube und hoffe, dass Schloss Horneck in der Tat ein siebenbürgisches Kulturzentrum bleibt und unsere reiche siebenbürgische Kultur allen Interessierten zugängig macht. Das erfordert ein gutes Konzept und einen sehr langen Atem. Ich bin froh, dass sich Leute wie der Vorstand & weitere Enthusiasten dafür einsetzen. Ich unterstütze Schloss Horneck gerne.“

George Dumitriu, 65 Jahre, Fotograf, Amt für Denkmalschutz, Târgu Bujor/Bukarest:

„Für mich ist auf Schloss Horneck der Geist des Siebenbürgischen Idealismus spürbar, der Geist all derer, die hier jahrelang in mühevoller Arbeit die Archive gefüllt haben, eine wertvolle Arbeit, die auch für unsere Geschichte in Rumänien sehr bedeutend ist. Ich habe mit einigen Archivleitern von Schloss Horneck zusammengearbeitet im Rahmen des Denkmalschutzes in Rumänien und habe ihre Arbeit sehr geschätzt.“

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Arno Mayer, 18 Jahre, FSJ im Dr. Carl-Wolff Pflegeheim, Freiburg/Hermannstadt:

„Ich kenne Schloss Horneck nicht, habe aber schon einiges davon gehört. Meine Mutter stammt aus Heltau, mein Vater aus Ulm. Ich habe viel von meiner Mutter und ihrer Familie über Siebenbürgen erfahren, bis ich im Sept. 2017 in Hermannstadt im Carl Wolf Altenheim mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr angefangen habe. Nun erzählen mir die Heimbewohner viel, Hermannstadt und Siebenbürgen interessieren mich immer mehr. Ich glaube, dass ich am Ende meiner Jugend, auch nach Schloss Horneck fahren werde, um mich mehr mit der Geschichte von Siebenbürgen auseinander zu setzen, oder um Aktivitäten mitzumachen.“

Udo Klamer, 48 Jahre, freier Architekt, Heltau/Bad Saulgau:

 „Schloss Horneck ist zum Symbol einer Gemeinschaft geworden. Es beherbergt einen großen Ausschnitt unserer Siebenbürgisch Sächsischen Kultur und unseres gesammelten Wissens. Es gilt dieses zu erhalten und nachfolgenden Generationen zur Verfügung zu stellen. "

Michael Gewölb, 64 Jahre, Rentner, ehem. Lehrer, Augsburg/Hermannstadt:

„Es waren zunächst die Konzerte im Festsaal mit Kurt Scheiners Madrigalchor "Cantores Cibinienses“, die mich mit Schloss Horneck verbanden. Nach Kurt Scheiners Tod leitete ich den Chor ca. zehn Jahre weiter. Auf Schloss Horneck traf ich den Komponisten und Musikpädagogen Ernst Irtel wieder, der im Altenheim die letzten Jahre seines Lebens gelebt und gewirkt hat. Der Festsaal im Schloss bot den Rahmen für den ersten Auftritt der Musikformation "De Lidertrun", die Musik aus dem Karpatenbogen in eigenen Arrangements spielt und in der ich bis heute noch aktiv mitwirke. Das sind bleibende Erinnerungen, die mir die Zukunft von Schloss Horneck als Kultur- und Begegnungszentrum vorstellbar macht. Ich kann mir gut vorstellen, mit der „Lidertrun“ wieder in dem schönen Festsaal aufzutreten. Das Projekt „Kulturzentrum Schloss Horneck“ halte ich für ausgesprochen unterstützenswert.“