Die neue „Welle“ von Schloss Horneck

 

Dipl. Designer Lucian Binder-Catana erklärte sich bereit, für das Siebenbürgische Kulturzentrum „Schloss Horneck“ e.V. ein neues Mediendesign zu gestalten. Die „Welle“ wurde als neues graphisches Element mit dem bestehenden Logo verbunden und bildet in dieser Kombination das neue Erkennungsmerkmal des Schlossvereins. Wie es dazu kam, was die Welle bedeutet und wie das neue Mediendesign aussieht, lesen Sie in folgendem Bericht.

Auf der Veranda des künftigen Begegnungsraums von Schloss Horneck sinnierte eine kleine Gruppe, gemeinsam mit Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch und Dr. Axel Froese am 1. Mai 2017 über ein neues Medienkonzept des Schlossvereins. „Wir brauchen dringend noch ein graphisches Element zu dem bestehenden Logo“ meinte der Vohburger Dipl.-Designer Lucian Binder-Catana, Geschäftsführer der Firma Hyperscreen GmbH, www.hyperscreen.de, der schon für namhafte Firmen, wie z.B. MAN und Kärcher, aber auch für städtische Einrichtungen, wie Museen und die Burg Vohburg Medienkonzepte entwickelt hatte.

Das bestehende Logo des Schlossvereins wurde vor einem Jahr von dem Graphiker und Künstler Axel Teichmann dank der Vermittlung von Dr. Irmgard Sedler entwickelt. Es enthält das Wappen mit den sieben Burgen in den Farben rot-blau, beides siebenbürgische Symbole und darüber thront als rotblaue Krone die Silhouette des Schlosses. Die ganze Wappenkrone strahlt nach beiden Seiten, so wie Schloss Horneck durch ein lebendiges kulturelles Leben seine Umgebung zum Leuchten bringen soll.

Zur Vorgeschichte: Am 29.April 2017 fragte ich bei Lucian Binder-Catana an, ob er das Siebenbürgische Kultur- und Begegnungszentrum „Schloss Horneck“ neu präsentieren könne. Ich erzählte ihm, dass das Schloss sehr wichtig sei, als Identifikationsort der Siebenbürger Sachsen und ihrer Kultur, aber auch für die deutsche Geschichte, als ehemaliges Schloss des Deutschen Ordens. „Es gibt leider kein Geld für diesen Auftrag“ sagte ich am Ende zaghaft und hoffte insgeheim, dass nun keine endgültige Absage folgte. „Geld ist nicht alles“ so Lucian Binder-Catana, „wichtig ist, dass wir für eine wertvolle Kultur etwas tun können“ und sofort folgte seine Frage: „Wann fahren wir zum Schloss?“ Ich hatte mit allem gerechnet, aber auf keinen Fall mit einer euphorischen Zusage!

Zurück zu dem graphischen Element. Ich hatte die Vorstellung, dass eine einfache „Welle“ zu dem Logo passen könne. „Wieso eine Welle?“ fragte Lucian streng prüfend. Mir fielen die siebenbürgischen Hügel ein, die jeder Siebenbürger im Herzen trägt. Lucian sah in der Welle das Symbol für Wasser. Im Fluss Neckar, in der Hymne Siebenbürgens von Moltke: „Siebenbürgen, Meeresboden…“, aber auch in den hügeligen Weinbergen um Gundelsheim, ist die Welle zu finden. Wieso die Welle wichtig sei, fragte Lucian weiter. Eine Tür sollte geschlossen werden, zu einer Vergangenheit, die sehr hart war, mit vielen Ecken und Kanten – mit Schulden, Insolvenz und dem ganzen Ärger, der damit verbunden war. Mit der neuen „Welle“ soll eine neue Tür in eine positive Zukunft geöffnet werden. Die Welle als weiches Symbol eckt nicht an, ist ein Symbol für Kommunikation, für endlose Bewegung. Die Welle verbindet und fließt von der Quelle bis zum Meer.

„Es sollen sich sowohl Siebenbürger als auch die Menschen der Region, aber auch internationale Touristen durch die Welle angesprochen fühlen“, meinte Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch dazu. Innerhalb von vier Tagen hatte Lucian Binder-Catana das bestehende Logo, in eine harmonische Welle eingefügt und ein umfassendes Medienkonzept entwickelt. „Die Rekordzeit ist nur die Folge der Begeisterungswelle, die beflügelt!“ lachte Lucian. Briefbogen, Visitenkarten, Banner, Broschüren, Variationen für Printmedien, können nun je nach Anlass, beliebig in verschiedenen Ausführungen verwendet werden. Die Welle gibt es über und unter dem Text, spiegelverkehrt, in den Farben des neuen Farbkonzeptes und manchmal verziert mit barocken Elementen des Stucks aus dem Festsaal des Schlosses.

Wir hoffen, dass die Welle ein verbindendes Symbol für Schloss Horneck und die Pläne des Projektes Kultur- und Begegnungszentrum ist. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass die Siebenbürger Sachsen, die Freunde ihrer Kultur, die Gundelsheimer und Menschen in der Neckarregion die „Begeisterungswelle“ entdecken, gemeinsam mithelfen oder spenden, damit das Projekt: Kultur- und Begegnungszentrum Schloss Horneck gelingt.

Heidrun Negura